A PILOT EXPERIMENT

by Nadja Spanring








TOUR: Gaiskogel über Gaiskogelscharte


Gebiet: Kühtai | Tirol
niedrigster Punkt: 1949 m
höchster Punkt: 2785 m
Exposition: SW/W/NW
Hangneigung: max. 40 Grad


Beschreibung:
Vom Parkplatz vorbei am Liftgebäude der Talstation der Dreiseenbahn ziemlich flach bis zum ersten steileren Hang. Über diesen hinauf bis sich das Gelände wieder abflacht. Nun gemütlich weiter entlang der Schipiste bis rechter Hand neuerlich ein steilerer Anstieg in Sichtweite kommt. Über diesen wiederum aufwärts. Schon bald sieht man die Dreiseenhütte. An dieser vorbei und in angenehmer Steilheit entlang der zugefrorenen Plenderleseen im Angesicht von Neunerkogl und Pockkogl weiter bis kurz unterhalb der Bergstation des Dreiseenliftes. Hier hat man nun das gesamte weitere Aufstiegsgelände (die Gaiskogelscharte samt Gaiskogel) im Blick. Weiter geht es flach, sogar mit etwas Höhenverlust geradewegs auf die steile Rinne unterhalb der Scharte zu. Man steigt in vielen Spitzkehren über diese hinauf, dabei hält man sich eher links (identisch zum Sommerweg). Man wendet sich nach links und steigt so weit es geht mit Schiern weiter auf. Hier wiederum links orientieren (rechts sind meistens Wechten). An geeigneter Stelle errichtet man das Schidepot und steigt die letzten Meter in leichter Blockkletterei zum Gipfel.

Der Abstieg erfolgt, wie der Aufstieg entlang des Sommerweges in leichter Kletterei bis zum Schidepot. Von dort Abfahrt über die Scharte bis zum Talboden oberhalb der Dreiseenbahn, von wo man recht flach zurück zur Piste gelangt.





WETTER

heute

Wetterlage: Auf der Vorderseite eines Tiefs über dem Ostatlantik bleibt der Alpenraum in einer föhnigen Südwestströmung, mit der milde Luft nach Tirol geführt wird. Bis weit in die kommende Woche hinein bestimmt Hochdruckeinfluss das Wetter.
Bergwetter heute: Der Sonntag bildet den Übergangstag zu strahlendem Hochdruckwetter. Es bleibt beidseits des Alpenhauptkamms trocken, dabei überwiegt der freundliche Wettereindruck. Hohe Wolken sorgen aber zeitweise für diffuse Sicht- und Lichtverhältnisse. Auf der Alpensüdseite liegt anfangs noch verbreitet Hochnebel mit Obergrenzen um 1500 Meter, der sich tagsüber weitgehend auflöst - Hangnebel und Dunst bleiben zurück.

Temperatur in 2000m: 0 Grad
Temperatur in 3000m: -5 Grad



WIND

heute


Höhenwind: meist mäßiger bis frischer Wind, am Hauptkamm aus südwestlicher Richtung.




SCHNEEBESCHAFFENHEIT



heute


Mit zum Teil starken Winden aus Süd bis Südwest wurde in höheren Lagen wieder Schnee verfrachtet. Frische und ältere Triebschneeansammlungen liegen häufig auf einer lockeren Altschneeoberfläche und sind daher recht störanfällig. Unverändert zu beachten ist das Altschneeproblem in den inneralpinen Regionen sowie entlang des Alpenhauptkammes. Hier findet man in Bodennähe meist Schichten aus aufbauend umgewandelten, bindungslosen Schneekristallen. Falls Lawinen bis in dieses schwache Fundament durchbrechen, können sie gefährlich groß werden.

frisch, störanfällig - über 2400m - W/NW/N/NO/O: Triebschnee



v.a. schattenseitig - über 2200m - NW/N/NO: Altschnee

gestern


Mit dem starken Südwind entstanden gestern vor allem in den typischen Föhnschneisen frische Triebschneeansammlungen. Diese sind mit der häufig lockeren Altschneeoberfläche nur schlecht verbunden und damit recht störanfällig. Zudem ist das Altschneeproblem in den inneralpinen Regionen sowie entlang des Alpenhauptkammes zu beachten. Hier findet man in Bodennähe oft Schichten aus aufbauend umgewandelten, lockeren Schneekristallen. Falls ausgelöste Lawinen bis in diese Schichten durchbrechen, können sie gefährlich groß werden.

frisch, störanfällig - über 2200m - W/NW/N/NO/O: Triebschnee



v.a. schattenseitig - über 2200m - NW/N/NO: Altschnee

vor 2 Tagen


In steilen Sonnenhängen hat sich an der Schneeoberfläche häufig eine dünne Schmelzkruste gebildet, schattseitig oft ein Windharschdeckel. Darunter ist der Schnee meist locker, so dass sich die obersten Schneeschichten recht leicht auslösen lassen. Zu beachten ist unverändert das Altschneeproblem in den inneralpinen Regionen sowie entlang des Alpenhauptkammes. Hier findet man in Bodennähe Schichten aus aufbauend umgewandelten, bindungslosen Schneekristallen, die als Lawinengleitfläche in Betracht kommen. Am ausgeprägtesten ist dieser Umstand in schattseitigen Hängen des Höhenbereiches 2200m bis 2800m.
Achtung: in den typischen Föhnschneisen entstehen im Tagesverlauf kleine, aber recht störanfällige Triebschneepakete!

v.a. schattenseitig - über 2400m - NW/N/NO: Altschnee



mit Höhe zunehmend - über 2400m - W/NW/N/NO/O: Triebschnee

vor 3 Tagen


Neuschnee und Triebschnee der vergangenen Niederschlagsperiode haben sich inzwischen recht gut gesetzt, auch die Verbindung mit der Altschneeoberfläche hat zugenommen. Vor allem in schattseitigen Lagen oberhalb 2400m sind kleinräumige Triebschneeansammlungen aber immer noch recht störanfällig. Zu beachten ist das Altschneeproblem in den inneralpinen Regionen sowie entlang des Alpenhauptkammes. Hier findet man in Bodennähe häufig Schichten aus aufbauend umgewandelten und damit bindungslosen Schneekristallen. Dieses störanfällige Fundament kommt als mögliche Gleitfläche für Lawinen in Betracht. Besonders ausgeprägt ist dieses Problem im Höhenbereich zwischen etwa 2200m und 2800m.

v.a. schattenseitig - über 2200m - NW/N/NO: Altschnee



frisch, kleinräumig - über 2400m - W/NW/N/NO/O: Triebschnee




LAWINENWARNSTUFE



heute


2 (mäßig) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist überwiegend als mäßig einzustufen. Frischer Triebschnee sorgt aber in einigen Regionen oberhalb 2400m immer noch für erhebliche Gefahr. Diese Triebschneeansammlungen sind zwar meist nur klein, mit der Altschneeoberfläche aber noch schlecht verbunden. Sie können daher meist schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden, also schon durch das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen und Kammlagen oberhalb 2400m, bevorzugt in den Expositionen von West über Nord bis Ost. Aus steilen, stark besonnten Hängen ist vereinzelt mit Selbstauslösungen oberflächlicher Lockerschneelawinen zu rechnen.


Ganztags:

gestern


2 (mäßig) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist leicht angestiegen: unterhalb 2200m ist sie verbreitet mäßig, darüber dann gebietsweise erheblich. Die Hauptgefahr geht dabei von frischen Triebschneeansammlungen aus. Diese können meist schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden, also schon durch einen einzelnen Wintersportler. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen oberhalb 2200m, bevorzugt in den Expositionen von West über Nord bis Ost, sowie im kammnahen Gelände aller Richtungen. Unverändert erhöhte Vorsicht erfordern ganz allgemein die Übergänge von viel zu wenig Schnee. Aus steilen, stärker besonnten Hängen sind vereinzelt Selbstauslösungen oberflächlicher Lockerschneelawinen möglich.


Ganztags:

vor 2 Tagen


2 (mäßig) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist überwiegend mäßig. Entlang des Alpenhauptkammes ist sie oberhalb 2400m zum Teil aber immer noch erheblich. Die Hauptgefahr geht dabei vom schwachen Fundament der Schneedecke aus. Falls Lawinen in den oberflächennahen Schichten ausgelöst werden und bis in tiefe Schichten durchbrechen, können sie gefährliche Größen erreichen. Gefahrenstellen liegen in steilen, schattseitigen Hängen und Kammlagen oberhalb 2400m. Vorsichtig zu beurteilen sind auch die Übergänge von viel zu wenig Schnee.
Achtung: in den typischen Föhnschneisen wird die Lawinengefahr mit frischem Triebschnee im Tagesverlauf leicht ansteigen!


Ganztags:

vor 3 Tagen


2 (mäßig) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist verbreitet mäßig. In den inneralpinen Tourengebieten sowie entlang des Alpenhauptkammes ist sie oberhalb 2400m aber zum Teil immer noch erheblich. Die Hauptgefahr geht derzeit von bodennahen Schwachschichten aus. Wo diese nur von wenig Schnee überlagert sind, können sie leicht gestört und in Folge Lawinen ausgelöst werden. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen und Kammlagen oberhalb 2400m, bevorzugt in den Expositionen von Nordwest über Nord bis Nordwest. Vorsichtig zu beurteilen sind auch allgemein die Übergänge von viel zu wenig Schnee.


Ganztags: