A PILOT EXPERIMENT

by Nadja Spanring








TOUR: Kemacher


Gebiet: Nordkette | Tirol
niedrigster Punkt: 860 m
höchster Punkt: 2480 m
Exposition: SO/S/SW/W
Hangneigung: mehr als 40 Grad


Beschreibung:
Von der Talstation der Nordkettenbahn folgt man der Piste. Unser erstes Ziel ist die Höttinger Alm, jedoch beginnt der Anstieg schon unmittelbar vor der Alm. In einigen Spitzkehren geht es höher bis man dann oberhalb der Höttinger Alm in tollem Skigelände recht schnell höher gelangt. Aufpassen auf die, je nach Winter, dort befindlichen Schneemäuler. Man hält sich dann im Aufstiegssinn immer etwas links, um dann auf einen engen Durchlass zuzusteuern, den man über direktem Wege durchsteigt. Was nun folgt ist ein Aufstieg mit grandiosem Panorama auf Innsbruck und über eine durchwegs gleich steil bleibende Gipfelflanke bis zum höchsten Punkt auf 2.480 m.

Die Abfahrt erfolgt entlang des Aufstiegweges bis hinunter zur Höttinger Alm, von welcher man durch den Graben bis hinunter zum Forstweg, der vom Höttinger Bild herauf kommt, abfährt. Nun muss man noch einmal auffellen um wiederum auf die Skipiste zurück zu gelangen. Bei entsprechendem Schnee rentiert sich die Abfahrt auf jeden Fall!


WETTER

heute

Im Osten Tirols ziehen wiederholt Wolkenfelder über die Gipfel, in Summe kommen aber doch einige Sonnenstunden zusammen. Nach Westen zu sind diese Wolken dünner und höher. Hier ist die Sonne meist das bestimmende Element. Die Temperaturen steigen wieder.

Temperatur in 2000m: um 6 Grad
Temperatur in 3000m: um -2 Grad




WIND

heute


Höhenwind: in höheren Lagen mäßiger Wind aus West bis Nordwest.




SCHNEEBESCHAFFENHEIT



heute


Bei unseren Wetterstationen konnte man heute sehr gut erkennen, wie ab den Abendstunden verbreitet relativ trockene Luft eingedrungen ist. Der Himmel war somit während der Nacht überwiegend sternenklar, sodass sich die Schneedecke sehr gut auskühlen und dadurch verfestigen konnte. Begünstigend sind auch die im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen deutlich gesunkene Temperatur sowie der zum Teil vorhandene Windeinfluss. Hohe Wolken werden heute den Strahlungseinfluss zumindest teilweise vermindern. All das verlangsamt den Durchfeuchtungsprozess der Schneedecke. Mögliche Schwachschichten für Schneebrettlawinen findet man derzeit v.a. in Form von bodennahen Schwachschichten, die durch Feuchteeintrag geschwächt werden.

verbreitet - über 1000m: günstige Situation



vereinzelt - unter 2800m - O/SO/S/SW/W: Nassschnee

gestern


Die Kaltfront brachte im Norden des Landes bis zu 10cm Neuschnee auf den Bergen mit abnehmender Tendenz Richtung Süden. Zusätzlich wehte kurzfristig recht kräftiger Wind aus nördlicher Richtung. In Summe sind die dadurch entstandenen Triebschneepakete jedoch sehr klein und wenn überhaupt, nur in großen Höhen zu stören. Zu dieser Jahreszeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass Graupel eingelagert ist. Entscheidend für die Gesamtsituation bleibt jedoch die erstmalige Durchfeuchtung bodennaher Schwachschichten. Durch Wassereintrag verlieren diese Schichten an Festigkeit.

im Tagesablauf zunehmend - unter 2700m - O/SO/S/SW/W: Nassschnee



vereinzelt - unter 2700m - SW/W/NW/N/NO/O/SO: Altschnee

vor 2 Tagen


In den Morgenstunden findet man oberhalb etwa 2000m häufig einen tragfähigen Harschdeckel, der während des Tages aufweicht. Schattseitig und hochalpin gibt es hingegen teilweise noch Pulverschnee. Wichtig erscheinen die fortschreitende Durchfeuchtung der Schneedecke und ein möglicher Festigkeitsverlust von bodennahen Schwachschichten. Bei erstmaliger Durchnässung dieser Schichten ist eine Störung wahrscheinlicher, als bei bereits mehrmaligem Feuchtigkeitseintrag. Eingeschneiter Graupel, der am Wochenende im besonnten, hochalpinen und kammnahen Gelände vereinzelt als Schwachschicht für Schneebrettlawinen diente, sollte inzwischen ausreichend verbunden sein.

vermehrt schattenseitig - über 2200m - NW/N/NO: Altschnee



im Tagesablauf zunehmend - unter 3000m - O/SO/S/SW/W: Nassschnee

vor 3 Tagen


Die Schneedecke ist schattseitig bis gegen 2400m hinauf, sonnseitig bis etwa 2800m schon weitgehend durchfeuchtet. Durch die nächtliche Ausstrahlung konnte sie sich oberflächlich verfestigen, verliert dann aber durch Sonneneinstrahlung und Tageserwärmung ab dem späten Vormittag rasch an Festigkeit. Vor allem in den inneralpinen Tourengebieten sowie entlang des Alpenhauptkammes findet man schattseitig immer noch schwache Schichten innerhalb der Altschneedecke. Das betrifft vor allem den Höhenbereich zwischen etwa 2400m und 2800m.

inneralpin, Hauptkamm - über 2400m - NW/N/NO: Altschnee



Durchfeuchtung - unter 2400m - N/NO/O/SO/S/SW/W/NW: Nassschnee




LAWINENWARNSTUFE



heute


1 (gering) - Tendenz ansteigend

Am Vormittag herrscht in Tirol geringe Gefahr und steigt am Nachmittag in einem Höhenband zwischen etwa 2000m und 2800m auf mäßig an. Man findet derzeit wenige Gefahrenstellen. Am meisten aufpassen sollte man dort, wo bodennahe Schwachschichten kürzlich erstmalig durchfeuchtet wurden. Dies ist am ehesten in sehr steilen Schattenhängen um 2300m sowie in sehr steilen West- und Osthängen zwischen etwa 2600m und 2800m denkbar. Schneebrettlawinen könnten sich dort während des Nachmittags eventuell durch große Belastung auslösen lassen. Am ehesten wird man heute jedoch im extrem steilen, besonnten Gelände Lockerschneerutsche durch den Impuls von Wintersportlern in oberflächennahen Schichten beobachten können. Die Gefahr von trockenen Schneebrettlawinen ist noch geringer, prinzipiell jedoch unter sehr ungünstigen Umständen im hochalpinen, schattigen und sehr steilen Gelände möglich.


Vormittag:


Nachmittag:

gestern


2 (mäßig) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr ist von der Seehöhe abhängig. Oberhalb etwa 2000m herrscht mäßige Lawinengefahr, darunter ist diese gering. Die Gefahr wird hauptsächlich von der fortschreitenden Durchfeuchtung der Schneedecke bestimmt. Schneebrettlawinen können dabei am ehesten ab den Mittagsstunden durch große Belastung an sehr steilen W- und O-Hängen in einem Höhenband zwischen etwa 2500m und 2700m, schattseitig in einem Höhenband zwischen etwa 2200m und 2400m ausgelöst werden. Ansonsten wird man heute im etwas neuschneereicheren Norden des Landes kleine Lockerschneerutsche aus felsdurchsetztem Gelände beobachten können. Hochalpin, also oberhalb etwa 3000m überwiegen günstige Verhältnisse. Dort ist v.a. auf kleine Triebschneepakete im kammnahen Gelände zu achten.


Ganztags:

vor 2 Tagen


1 (gering) - Tendenz ansteigend

Die Lawinengefahr unterliegt neuerlich einem tageszeitlichen Wandel. Nach einer klaren Nacht konnte sich die Schneedecke auskühlen und stabilisieren. Die Gefahr ist am Vormittag deshalb gering. Mit der Sonneneinstrahlung, den warmen Temperaturen und der angekündigten Quellbewölkung wird die Schneedecke während des Tages verbreitet durchfeuchtet und verliert dadurch an Festigkeit. Die Gefahr steigt dann unterhalb etwa 3000m auf mäßig an, während diese unterhalb von etwa 2000m (auch aufgrund des Schneemangels) gering bleibt. Die Hauptgefahr geht von nassen Lockerschneelawinen aus, die durch den Impuls von Wintersportlern im extrem steilen Gelände ausgelöst werden können. Vereinzelt sind am Nachmittag bei massiver Durchnässung von bodennahen Schwachschichten im besonnten Gelände um 2700m, im schattigen Gelände um 2300m auch Schneebrettlawinen denkbar.


Vormittag:


Nachmittag:

vor 3 Tagen


1 (gering) - Tendenz gleichbleibend

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist am Morgen meist gering und steigt dann ab dem späten Vormittag auf mäßig an. Vereinzelte Gefahrenstellen für trockene Schneebrettlawinen befinden sich noch in sehr steilen Hängen und Kammlagen oberhalb 2400m. Eine Lawinenauslösung ist aber zumeist nur bei großer Zusatzbelastung möglich. Unterhalb 2400m ist der tageszeitlich bedingte Festigkeitsverlust der Schneedecke zu beachten. Ab dem späten Vormittag muss man zunehmend mit Selbstauslösungen von Feuchtschneerutschen und Nassschneelawinen rechnen.


Vormittag:


Nachmittag: